Beschlussprotokoll LSP Februar 2012
Beschlussprotokoll LSP Februar 2012
Antrag A1: Konsequente Umsetzung stilistischer Mittel (Gendern) → angenommen
→ Das Landesschülerparlament überlässt dem Vorstand die Entscheidung, welches grammatikalische Geschlecht in Texten verwendet werden soll.
Antrag A2: Resolution zur Oberstufe → angenommen
→ Der Vorstand soll schnellstmöglich einige Forderungen als Resolution verfassen und veröffentlichen, sodass z.B. der Wahltermin für das 4. und 5. Abiturprüfungsfach geändert wird und der Vorstand sich generell gegen das Zentralabitur ausspricht. (s. Antrag)
Antrag A3: Transparenz der Vorstandsarbeit → angenommen
→ Der Landesvorstand wird darum gebeten, regelmäßig Berichte über externe Termine und Landesvorstandssitzungen auf die Homepage zu laden, damit sich alle Schülerinnen und Schüler online über die Arbeit informieren können.
Antrag A4: Verwendung des Schultrojaners → angenommen
→ Die Landesschülervertretung der Gymnasien SH stellt sich gegen die verdachtsunabhängige Durchsuchung von zur Schule gehörenden technischen Geräten mithilfe des sog. Schultrojaners.
Antrag A5: Gemeinschaftsschule → zurückgezogen
Antrag A6: AK Newsletter → angenommen
→ Es ist ein Arbeitskreis zum Newsletter beschlossen worden. Als Vorsitzender ist Luca gewählt worden und Rebecca als seine Stellvertreterin.
Antrag A7: Sexualkunde a) → angenommen
b) → angenommen
→ In 1.6 im Grundsatzprogramm soll ein Absatz geändert werden. (s. Antrag)
Initiativantrag IA1: Arbeitskreis „Schule der Zukunft“ → abgelehnt
→ Es wird kein Arbeitskreis mit dem Thema „Schule der Zukunft“ eingerichtet.
LSP Februar 2012
Freitag, 10.02.2012
Während ihr alle noch in der Schule sitzen musstet, standen wir LaVoMis um halb zehn bei der Theodor-Mommsen-Schule in Bad Oldesloe auf der Matte (zumindest hätte es so sein sollen), um alles schön herzurichten und die letzten Vorbereitungen zu treffen.
Ab 12.30 trudelten alle nach und nach ein und wir konnten mit einer netten Begrüßung von Lukas beginnen, dicht gefolgt vom Tätigkeits‑ und Finanzbericht. Nachdem wir diese beiden TOPs schnell hinter uns gebracht hatten, musste eine Auswahl der Workshops am Samstag getroffen werden, wobei Vorschläge vorher bereits bei uns eingereicht wurden.
Danach durften wir uns die Organisation „Schüler helfen Leben“ von Anneke Steenfatt vorstellen lassen.
Nach dieser Präsentation berichtete Florian über die Geschehnisse im Arbeitskreis Bildungsföderalismus und das LSP wählte das Präsidium. Herzlichen Glückwunsch an Si-Jull (Vorsitzender) und Florian (Stellvertreter)!
Es folgte die Vorstellung des SV-Bildungswerks durch Lennart Beeck.
Nach einer stärkenden Kaffeepause mit viel Kuchen folgte unser Meeting People, das wir diesmal nach Kreisen aufgeteilt hatten. Es sollten sich alle aus einer Region einmal kennenlernen, damit man an den benachbarten Schulen einen Ansprechpartner hat, um z.B. gemeinsame Aktionen planen zu können o.Ä.
Laut Tagesordnung war nun die erste Antragsphase fällig.
Über den ersten Antrag zu unserem „Lieblingsthema“ Gendern wurde sofort abgestimmt aufgrund eines sehr freudig angenommenen GO-Antrags. (Ich freue mich schon unglaublich auf die ausstehende Diskussion bei uns im Vorstand.)
Für den zweiten Antrag war beim letzten LSP keine Zeit mehr, weswegen er auf dieses LSP im Februar verschoben wurde. Nach der ausführlichen Verlesung und Begründung des Antrags durch den Antragsteller Torben wurde eine Weile diskutiert, bevor der Antrag mit einer Mehrheit auf Sicht angenommen wurde.
Es gab noch einen weiteren Antrag von Torben, allerdings mit Unterstützung von Helena, der die Transparenz der Vorstandsarbeit beinhaltete. Auch dieser wurde bei Mehrheit auf Sicht angenommen, ebenso wie Antrag A4 zum Schultrojaner. Einem GO-Antrag auf Vorziehen von Antrag A6 (Gründung eines AKs Newsletter) aufgrund der begrenzten Zeit bis zum Abendessen wurde zugestimmt, genauso wie dem Antrag selbst.
Es folgten viele GO-Anträge, die mich zumindest ziemlich verwirrt haben, bei denen es im Prinzip nur darum ging, ob man jetzt essen sollte oder doch erst ein paar Minütchen später.
Wir beschlossen, der TO weiter zu folgen und Jørgen stellte Antrag A5 vor. Dieser Antrag sah eine grundlegende Änderung des Grundsatzprogramms vor, wodurch eine sehr lange Diskussion ausgelöst wurde, die nur auf grundsätzlichen Meinungen basierte, welche man ewig hätte fortführen können. Wir unterbrachen diese Diskussion kurz.
Pizza.
Und nahmen sie wieder auf, bis wir feststellen mussten, dass ein weiterer Meinungsaustausch mehr oder weniger nichts bringen würde und diskutierten eine Weile über das weitere Vorgehen, bis Jørgen sich dazu entschloss, einen Initiativantrag zur Gründung eines Arbeitskreises mit dem Thema „Schule der Zukunft“ zu stellen. Laut der Satzung durfte dieser allerdings erst nach allem anderen behandelt werden, weswegen Antrag A7 (Sexualkunde) folgte, ein Antrag, der ebenfalls das Grundsatzprogramm betraf und der nach einigen Wortmeldungen angenommen wurde.
Der bereits angekündigte Initiativantrag wurde eingebracht. Nach der positiven Abstimmung über die Behandlung wurde kurz über die Gründung eines Arbeitskreises diskutiert, diese wurde aber abgelehnt.
Wir beendeten den Tag gegen halb zehn und der restliche Abend stand jedem frei zur Verfügung. Ich denke, wir hatten alle unseren Spaß am Abend ;)
Samstag, 11.02.2012
Nach einer fast schlaflosen Nacht (aber immerhin auf einem gemütlichen Sofa) musste irgendwer das Frühstück vorbereiten. Und alle Schlafenden wecken. Als wir auch diese schwere Aufgabe vollbracht hatten und einige unsanft geweckt wurden, verbrachten wir alle ein wunderschönes Frühstück im kuscheligen Werkraum.
Weiter ging es mit einer erneuten Begrüßung durch Lukas und der Vorstellung von Jugend gegen Aids, bei der dazu aufgerufen wurde, sich in Regionalgruppen dafür zu engagieren.
Anschließend begann die Workshopphase, wobei die Aufteilung ein paar Probleme brachte.
Nach der genialen Idee zwei Workshops zusammenzulegen und bei dem zu großen Interesse am Workshop zur Gesprächsführung mit unserem lieben Brian einfach Lose zu ziehen, wer teilnehmen darf und wer nicht, waren irgendwann doch alle noch untergebracht und die Phase begann.
Nachdem wir alle von unseren informativen Workshops zurückgekehrt waren, folgte eine Präsentation über die Kindernothilfe von Jonas Fiedler.
TOP 14, die Vorstellung der Workshopergebnisse, ließen wir weg, da keine vorstellbaren Ergebnisse erarbeitet wurden.
Wir gingen zu TOP 15, den Wahlen, über.
Traurigerweise trat Lynn zurück. An dieser Stelle wollen wir uns alle ganz herzlich für deine tolle Arbeit im Vorstand bedanken, Lynn! Es war eine schöne Zeit mit dir, du warst ein wichtiger Bestandteil des Vorstandes. Du wirst allen immer gut in Erinnerung bleiben.
Auch die Klausurtagungen, die bei dir stattgefunden haben, wird, soweit es mir zu Ohren gekommen ist, nie jemand vergessen. Wir finden deinen Rücktritt sehr schade und werden dich vermissen!
Es ist schon fast unverantwortlich, dass du mich mit den Jungs alleine lässt!
Dadurch wurde ein Platz im Vorstand frei, der natürlich nachbesetzt werden sollte. Zur Wahl stellten sich Veljko, Jonas, Yixuan, Sönne, Maike und Stella. Nach einer Vorstellungs‑ und einer kleinen Fragerunde wurden die Wahlzettel verteilt. Leider wurden beim ersten Versuch einer Wahl mehr Stimmzettel abgegeben als Stimmberechtigte anwesend waren, weshalb nochmal gewählt musste. Beim zweiten hat glücklicherweise alles funktioniert.
Herzlichen Glückwunsch an Jonas! Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!
Anschließend musste noch der Vorstand für den Arbeitskreis Newsletter bestimmt werden. Vorgeschlagen wurden Veljko, der die Kandidatur aber ablehnte, Luca, Marlene, Rebecca und Florian. Nach kurzer Auszählung war das Ergebnis bekannt: Luca war als Präsident gewählt und Rebecca als seine Stellvertreterin.
Unter TOP 16 Sonstiges wurde die SAU (StundenAusfallUhr) vorgestellt und kurz diskutiert, mit dem Ergebnis, dort dran zu bleiben und diese Idee weiterzuentwickeln. Florian berichtete vom Stand der Broschüre NDR.
Und dann war das LSP auch schon wieder vorbei…. Wir bedanken uns für ein tolles und produktives LSP und freuen uns schon auf das nächste! :)
Lara
Inhaltlich gut – Umsetzung mangelhaft
Zur geplanten Rücknahme von 453 Lehrerstellenstreichungen sagt Lukas Johnsen, Landesschülersprecher der Gymnasien, „Wir begrüßen die offensichtliche Kehrtwende des Ministers, fragen uns jedoch im gleichen Zuge, was ihn dazu bewogen hat.“
Mohammad-Reza Rejai, Bundesdelegierter der Landesschülervertretung der Gymnasien fügt hinzu: „Der Weg der von Minister Dr. Ekkehard Klug eingeschlagen worden ist, wird keine dauerhaft positiven Auswirkungen haben.“
Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug im Dezember 2010: „Das Streichen von 600 Lehrerstellen fiel ihm im Dezember 2010 nicht sonderlich schwer“, schon damals war die LSV der Gymnasien (LSV Gym) entsetzt. Im Oktober 2011 behauptete der Minister gar, die Versorgung der Schüler mit Lehrern sei besser denn je. Im Dezember 2011 lehnte er die Rücknahme der Streichung von 300 Lehrerstellen ab, im Januar 2012 sagte er wiederum: „Von den ohnehin schon gestrichenen 3650 Lehrerstellen sollen 453 zurückgenommen werden.“
An diesem Schlingerkurs ist sofort zu erkennen, dass der Minister selbst nicht weiß, wovon er spricht und diesem Thema auch keine allzu große Bedeutung beizumessen scheint. Es ist positiv zu bewerten, dass solche Stellenstreichungen auch widerrufen werden können; wir wünschen uns, dass dies zum Trend wird und lange anhält. Der Schlingerkurs in der Bildungspolitik wird sich auch in der Bildung bemerkbar machen, ohne Frage.
„Es ist nicht hinnehmbar, solch unterschiedliche Zahlen immer wieder als neue Realität zu verkaufen, damit kann niemand planen und den Schulen fehlt jegliche Grundlage.“, so Florian Lienau, stellvertretender Landesschülersprecher.
„Der Bildungsminister bedauert das erste Mal die desolate Lage an den schleswig-holsteinischen Schulen und räumt ein, dass die eingeplanten Stellenkürzungen bei den Schulen Löcher einreißt, die es zu stopfen heißt, aber er reißt sie nur nicht weiter ein, eine Schadensbegrenzung. Nicht die wahre Hilfe, aber ein guter Schritt, dem weitere folgen müssen.“, Johnsen fährt fort: „Die Regierung sollte lieber beim Landesstraßenbau sparen als bei der Bildung!“
Die 300 Lehrerstellen, die zuletzt noch gestrichen wurden, müssen wieder rückgängig gemacht wer-den, damit nicht die Schülerinnen und Schüler am Ende die Leidtragenden sind.