Die CDU und wir –Das Ausloten von Positionen

Am 30. November trafen sich Torben Stallbaum, Malte Kosub und ich (Vivien Windel) zum Gespräch mit der CDU, um die Standpunkte z.B. zum Gesetzentwurf gegenseitig auszutauschen. Unsere Themen, auf die wir eingingen waren:

G8/G9

§47f der Gemeindeordnung

Gemeinschaftsschulen als zuständige Schulen

Lehrerstellenabbau.

Der Paragraph 47f der Gemeindeordnung besagt, dass es verpflichtend ist, eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den Kommunen einzurichten. Dies sollte laut Plänen eines Eckpunktepapieres aus dem Innenministerium insofern geändert werden, als dass dies nicht mehr Pflicht sein soll.

Zu diesem Thema äußerte die CDU sich soweit, dass sie diesem zustimmen. Denn sie meinten, dass die Vertretung der Interessen der Kinder und Jugendlichen von anderen Organisationen und Initiativen übernommen werden könnten.

Unsere Meinung steht dieser Aussage jedoch gegenüber, denn wir sind der Meinung, dass es dass es notwendig ist, die Kinder- und Jugendarbeit verpflichtend zu machen, da die Interessen sonst nicht angemessen vertreten werden können. Zudem sind wir der Meinung, dass in den Kommunen die Kinder- und Jugendbeteiligung sonst schnell zum Erliegen kommen könnte, wenn es nicht verpflichtend ist diese Beteiligung zu versichern.

Nachdem dieses Thema ausführlich diskutiert wurde und unsere Standpunkte dargelegt waren, kamen wir zum Thema G8/G9 und zu der Möglichkeit der Wiedereinführung von G9 an Gymnasien und der Einführung des Y-Modells.

Die CDU äußerte sich zu dem Thema so, dass sie sich von Anfang an für das G8 Modell entschieden hätte, die FDP jedoch für G9 gewesen wäre. Durch diese Differenzen und die Initiative der Eltern sich gegen G8 zu stellen, kamen sie zu der Lösung, den Schulen freizustellen zwischen G8/G9 und dem Y-Modell frei zu wählen. Sie gingen somit einen Kompromiss mit der FDP ein, da diese ihre Koalitionspartner sind. Zudem wollten sie den Gymnasien mehr Freiraum schaffen für eigene Entscheidungen, Eigenbestimmung und Eigenkompetenz. Sie sollen die Chance haben langfristig auf der Ebene weiterzuarbeiten zu der sie sich entschlossen haben.

Unsere Standpunkte zu diesem Thema kennt ihr und deswegen werde ich sie hier auch nicht noch einmal erwähnen. Weiter im Gespräch..

Der nächste Punkt war Gemeinschaftsschulen als zuständige Schulen einzuführen. Dies hält die CDU für einen wichtigen Schritt, um es Schülerinnen und Schülern versichern zu können, dass sie nach dem Beenden der 4. Klasse einen Anspruch auf einen Schulplatz an einer Gemeinschaftsschule in ihrem Umkreis haben. Das liegt auf der Hand, dass wir dies als sinnvoll erachten.

Der letzte Punkt in unserem Gespräch galt dem geplanten Lehrerstellenabbau an den Schulen. Die CDU stellte uns eine Grafik zur Verfügung, welcher zeigte, wie die Schülerzahlen im Vergleich zu den Lehrerstellen sanken. Die CDU machte klar, dass sie bis zum Jahre 2012 350 Lehrerstellen streichen will. Dies begründet sie damit, dass die Schülerzahlen kontinuierlich sinken würden, was einen Lehrerabbau genehmigen würde. Zudem würde man somit einiges an Kosten sparen, welche das Land dringend benötigt. Wir sind jedoch ganz anderer Meinung, denn wie jeder wahrscheinlich weiß, und auch selbst schon drunter leiden musste, fehlen an jeder Schule Lehrer und es fällt immer mehr Unterricht aus. Deswegen sehen wir es für unmöglich an, qualifizierte und gut ausgebildete Lehrer zu entlassen, wenn in jeder Klasse mindestens 27 SchülerInnen sitzen und ein individuelles und gutes Lernen dabei gar nicht möglich ist. Unserer Ansicht nach, wird hier einfach am falschen Ende gespart!

CDU-Gespräch 30. Nov. 2010

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