Am 18.11. demonstrierten 10.000 Menschen –denn „Gerecht geht anders“!

Das Bündnis „Gerecht geht anders“ hat eine Demonstration organisiert, diese hat 10.000 Menschen auf Kiels Straßen getrieben.

Der Vorstand hatte vom Plenum den Auftrag bekommen, für diese Demonstration zu werben. Das haben wir natürlich auch gemacht und so sah man auf der Demo auch viele bekannte Gesichter.

Lynn hat durch ihre Aktivität beim Bildungsbündnis Kiel auf dem „Markt der Möglichkeiten“ am Anfang der Demo eine Rede gehalten, die sehr gut ankam. Parallel dazu habe ich für die LSV auf einer Demo der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gesprochen. Diese hatte eigenständig mit einer Menschenkette zwischen Bildungsministerium und HSH Nordbank demonstriert, weil im Bildungsbereich so rapide Kürzungen geplant sind. Diese Lehrerdemo wurde spontan von 800 Studenten der Kieler Uni unterstützt, was dazu führte, dass wir die Menschenkette wie geplant aufbauen konnten. Das zeigt, dass Schulbildung eben nicht nur Lehrer- und Schülersache ist.

Später „fusionierten“ die beiden Demos dann und zogen zum Landtag.

Kurz vor dem Erreichen des Landtages verteilte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Umzugskartons mit der Aufschrift

„Sparpaket – Annahme verweigert – Zurück zum Absender“.

Diese 1000 Sparpakete haben wir dann vor den Eingang des Landtages gestapelt und somit den Hauptzugang blockiert. Unabhängig davon haben wir aber alle Nebenausgänge unberührt gelassen.

Ralf Stegner, der Fraktionsvorsitzende der SPD, erschien oben am Fenster zum Landtag und schaute auf die Menge. Nach ein paar Minuten sah man, dass ihm zwei Zettel gereicht wurden.

Ich persönlich wette, dass auf diesen Zetteln eine Rede war, er hat sich aber nicht getraut, den Mund aufzumachen sondern besah sich nur die Menge.

Irgendwann erschien noch ein weiterer Abgeordneter. Sein nachdenklicher Blick war mein Highlight dieses Tages. Entweder, er kann gut schauspielern, oder, ihm haben die Menschenmassen, die so eine abstruse Kürzungspolitik nicht zulassen werden, echt zu denken gegeben.

Bei der Abschlusskundgebung dann die Überraschung: Links und Rechts fuhren Feuerwehren auf und schlossen Schläuche an. Wir hatten schon die Vermutung, dass wir gleich mit Wasserwerfern angegriffen werden würden und fragten bei dem Zugführer der Feuerwehr nach. Dieser sagte aber, dass man nur wegen der Kartons gekommen sei.

Das Bündnis wird seine Arbeit wohl fortsetzen (müssen), denn noch sind die abstrusen Kürzungspläne der Landesregierung nicht zurückgenommen! Das Motto:

„Gerecht geht anders! Wir kommen wieder! Denn: Wir zahlen nicht für Eure Krise!“

„Gerecht geht anders!“

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