Nachdem alle SchülervertreterInnen im Landtag Schleswig-Holsteins angekommen waren, begrüßte Torben alle sehr herzlich. Oft betonte er, wie viele Delegierte dieses Mal gekommen seien. Gleich darauf kam die zweite Begrüßung, von vielen an diesem Wochenende, wie sich später rausstellen sollte. Marlies Fritzen ist eine der LandtagsfizepräsidentInnen und hieß uns ganz herzlich im Landtag Schleswig- Holsteins willkommen.

Danach waren wir schon bei TOP 3 angekommen: Organisatorisches. Darunter war die Vorstellung der Infomappe, die Genehmigung der Tagesordnung und der Beschluss des Protokolls. Dieser Tages-Ordnungs-Punkt (TOP) war dann auch schnell abgehandelt Malte stellte Meeting People vor. Die SchülerInnen sollten sich gegenseitig vorstellen und sich dann zusammen Fragen überlegen, die sie unserem Bildungsminister Dr. Klug stellen wollten.

Vor Herrn Klug selbst kamen dann Vertreter der Schulpsychologen, die uns über ihre Arbeit und die wenigen Stellen, die für Schulpsychologen in SH ausgeschrieben werden, berichteten. Darüber und über Unterschiede und Ähnlichkeiten der Möglichkeiten von Schulpsychologen und Schulsozialarbeitern, wurde anschließend intensiv debattiert.

Um 16:00 war dann Herr Dr. Klug an der Reihe. Er erzählte viel über die Veränderungen, die durch die Schwarz-Gelbe Regierung eingeleitet wurden, über die Bildungslandschaft in SH allgemein und speziell zu Gymnasien. Danach konnten die Delegierten  ihn ihre Fragen stellen.

Nach einer kurzen Kaffeepause wurde das Gespräch mit Herrn Dr. Klug im Plenum reflektiert. Leider kam dort immer wieder zur Sprache, dass der Bildungsminister die Fragen der Delegierten nicht ausreichend, manchmal sogar einfach zu einem anderen Thema übergeleitet, und die Frage somit gar nicht beantwortet hatte.

Die Vorstellung von Lion’s Young Ambassador kam nach der Reflektion über Herrn Klug Gespräch. Malte, ein nun ehemaliges Vorstandsmitglied stellte das Projekt vor in dem junge, engagierte Leute sich bewerben und Unterstützung für ein Projekt bekommen konnten.

Um halb 7 stellte sich der Arbeitskreis Bildungsföderalismus vor, der seit dem Frühlings-LSP an dem Thema arbeitet, um gleichzeitig auch erste Ansätze  des Themas zu erklären. Sie sollten die Grundlage für die Podiumsdiskussion am Samstag geben.

Nachdem die Sitzung beendet wurde, fuhren und gingen alle schnell zur Gelehrtenschule, unsere Übernachtungsschule, und erwarteten schon freudig die leckere Pizza, die dann auch ankam!

Lynn


Der Samstag begann nach gemeinsamen Frühstück gegen 10.00 Uhr im Landtag mit der von Freitag auf Samstag verschobenen Vorstellung von Lion’s Young Ambassador. Nach den Vorstellungen der Projekte MUN SH von Tim Wiegmann und Talented von Malte Kosub folgte eine Podiumsdiskussion mit Mitgliedern des Landtags zum Thema Bildungsföderalismus. Nach dem Mittagessen wurden die Ergebnisse des Arbeitskreises (AK) zum diesem Thema von Laura Saß präsentiert, als Auswertung der Podiumsdiskussion wurde lange über den Antrag zum Thema diskutiert, wobei dieser anschließend überarbeitet werden sollte. Dafür wurde eine kurze Pause eingeschoben, um dem AK die Möglichkeit zu bieten den Antrag noch einmal mithilfe einiger anderer zu überarbeiten und zu verändern.
Um 15.30 Uhr wurde die geplante Diskussion mit Vertretern von Jugendorganisationen der Landtagsfraktionen durchgeführt. Wir diskutierten ungefähr eine Stunde z.B. über Studiengebühren oder Gemeinschaftsschulen.

Nach einer halbstündigen Kaffeepause gingen wir zu TOP 18 über und begannen mit der Vorstellung des ersten Antrags A1 „Mehr Schulpsychologen an unseren Schulen“ vertreten durch Lennart Jürgensen, wobei einen Tag zuvor zwei Schulpsychologen ihre Arbeit in Schleswig-Holstein vorstellten, weswegen sehr eingehend darüber diskutiert werden konnte.

Es folgten mehrere Anträge zum Thema Gendern, wobei zuerst über Antrag A3 „Gendern freistellen“ abgestimmt wurde und auf Grund des inhaltlichen Widerspruchs ein GO-Antrag auf Nichtbehandlung der weiteren Anträge zu dem Thema gestellt wurde. Also wurden drei Anträge weggelassen und es folgte Antrag A6 zur Transparenz der Vorstandsarbeit, welcher abgelehnt wurde. Danach wurde sehr lange über einen Antrag zum Medienverbot in Schulen diskutiert, wobei am Ende angenommen wurde das Medienverbot auf den Unterricht zu beschränken. Weiterhin wurde unter Antrag A11 beschlossen, den Arbeitskreis zum Bildungsförderalismus weiterzuführen.

Ein folgender GO-Antrag auf Rückholung der Anträge zum Gendern wurde abgelehnt und einem weiteren GO-Antrag, den Antrag A9 zur Resolution der Oberstufe auf Grund der Zeitbegrenzung auf das nächste LSP zu verschieben, wurde zugestimmt. Der Tag endete damit ungefähr gegen 19:45 und alle machten sich zum Abendessen auf den Weg zur Schule.

Lara

 

Der Sonntag stand hauptsächlich im Zeichen der Wahlen, doch dazu erst im weiteren Verlauf des Berichts. Der Reihe nach:

Nach einer erneuten Begrüßung durch Torben begann der Tag mit einem Vortrag von Peter Panten, der uns etwas über den Verband der Beratungslehrkräfte erzählte. Er machte auf die Missstände aufmerksam, die für Lehrer bestehen, die sich zur Beratungslehrkraft ausbilden lassen: Sie müssen die Kosten für die Ausbildung selbst tragen und sie werden nicht vom Dienst freigestellt, um an der Ausbildung teilzunehmen, müssen also ihre Freizeit opfern. Sicher wird es dazu auf dem nächsten LSP einen Antrag geben, in dem die LSV fordert, dass die Beratungslehrkräfte in der Ausbildung unterstützt werden, sei es finanziell oder auch mit Unterrichtsentlastung.

Anschließend gab es eine Workshopphase, in der u. a. etwas zu den Themen Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Rhetorik angeboten wurden.

Direkt danach (mit etwas Zeitverzug, da der Vortrag von Herrn Panten nicht auf der Tagesordnung stand und die Workshops etwas länger als geplant dauerten) standen die Wahlen auf der Tagesordnung. Nachdem der alte LaVo entlastet und auch Tätigkeits- und Finanzbericht genehmigt worden waren, war es an der Zeit, Kandidaten/-innen für die neu zu besetzenden Plätze im LaVo zu finden. Für die Wahl zum/zur Landesschülersprecher/-in nahm nur Lukas Johnsen die Kandidatur an. Für die Wahlen zu den stellv. Landesschülersprecher/-innen fanden sich elf Kandidaten/-innen, von denen neun in den neuen LaVo gewählt wurden.

An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an Lukas und an alle stellv. Landesschülersprecher/-innen

Zuletzt stand noch der Punkt „Sonstiges“ auf dem Programm, auf dem noch einige Punkte kurz angesprochen wurden, die ggf. auf dem nächsten LSP behandelt werden.

Abschließend bleibt nur, zu sagen, dass die Stimmung auf diesem LSP sehr ruhig und sehr konzentriert war und vieles geschafft bzw. angestoßen wurde, was in der Zukunft umgesetzt werden soll.

Florian

Bericht vom 1. LSP in Kiel

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