Mit dem Ziel, ganz viel zu schaffen, fuhr ich, Torben, vergangenen Donnerstag nach Kiel. Eine recht spontane Aktion, denn ich habe erst am Abend des Mittwochs entschieden, in den Bildungsausschuss zu gehen.

Neben ein paar Erledigungen im Büro der LSVen und einem Koordinierungsgespräch mit unserem Büroleiter wollte ich noch im Bildungsministerium halt machen, um dort persönlich die Broschüre „Nutze dein Recht!“ vorzustellen, die nun so gut wie fertig überarbeitet ist. Anschließend sollte es dann weiter in Richtung Landeshaus gehen (Ausschuss und LzpB)

Als ich mich telefonisch ankündigen wollte kam die erste Ernüchterung: Der Mitarbeiter im Ministerium, mit dem ich sprechen wollte, ist bis Montag im Urlaub. Schadé.Da waren’s noch drei Gründe, nach Kiel zu fahren. Unterwegs hätte ich fast teure Passbilder von der Polizei bekommen, aber: Glück gehabt.

Als ich in Kiel ankam führte mein erster Weg ins Büro. Hier erledigte ich einigen Papierkram und Post und sprach mit unserem Büroleiter und machte mich anschließend auf in den Landtag. Der Bildungsausschuss sollte um 14:00 Uhr zusammentreten, um 13:52 Uhr sah ich den ersten Abgeordneten. Er kam auf mich zu, wir begrüßten uns und er fragte mich, ob die LSV heute etwas „machen“ würde. Dazu muss man wissen, dass Besucher in einem Ausschuss kein Rederecht genießen. Hätte ich also was sagen sollen, dann hätte ich eingeladen sein müssen. Dies wäre dann auch auf der Tagesordnung vermerkt gewesen. Ich grinste zum ersten Mal in mich hinein, verneinte die Frage und sagte, dass für uns spannende Themen auf der Tagesordnung seien und er guckte mich verwirrt an: „Wir haben doch gar keine Schulthemen drauf heute“. Na ja gut, ich erinnerte ihn dann an die Punkte „Bildungsföderalismus“, „Kooperationsverbot“, „Schülerbeförderungskosten“, „Schulsozialarbeit“ und den „Bundesbildungsbericht“. Der gute Mann schien ein wenig neben sich zu stehen.

Es nahm seinen Lauf, die Abgeordneten und die berichtenden Ministeriumsmitarbeiter betraten den Raum, einige grüßten, andere kamen auf einen kurzen Klönschnack in den Besucherbereich. Irgendwann später schneite dann auch der Bildungsminister zur Tür rein, denn er sollte selbst zu zwei Berichtsanträgen referieren.

Eigentlich war ich fast nur wegen des TOPs „Bildungsföderalismus neu gestalten“ anwesend, zu Beginn der Sitzung wurde mitgeteilt, dass dieser TOP kurzfristig vertagt worden sei. Es folgten die Berichte, die ich auch schriftlich hätte bekommen können. Und die Beratung oder viel mehr der Beschluss ohne Debatte von ein paar Anträgen. Alles in Einem war es nicht sehr sinnvoll gewesen, hier zu sein, aber ich konnte ja nicht ahnen, dass sie meinen TOP streichen.

Unterhaltsam war es allemal, besonders, als der erstgenannte Abgeordnete einer Kollegin zu erklären versuchte, dass ihr Mikrofon brumme, ihr Handy (ausgeschaltet) und ihre Wasserflasche so ungünstig stünden. Ein sehr amüsantes Bild bot sich, in dem man mit verschiedensten Flaschen- und Glockenkonstellationen versuchte, die Brummschleife aus der Anlage zu bekommen. Da Resonanz im Physikprofil durchaus bekannt ist grinste ich nur in mich hinein. Resonanz mit Wasserflasche und Handy in dem Frequenzbereich. Ist klar!

Ich verließ den Ausschuss verfrüht, da sich für mich ein Gespräch mit der Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung anschloss. Dazu aber mehr in einem gesonderten Bericht.

Bildungssauschuss – 22.09.2011

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