Am 16.3.2011 fand in Bad Oldesloe die von der SV von der TMS organisierte Podiumsdiskussion über die Themen Zentralabitur und Lehrerstellen statt.

Hierfür waren VertreterInnen der Landtagsparteien, der Lehrer- und Eltern-Verbände, Lehrer-Gewerkschaften und die Landesschülervertretung eingeladen.

Für die SSW war Anke Sporendonk, für die Linken Ellen Streitbörger, für die Grüne Anke Erdmann, für die SPD Martin Habersaat, für die CDU Heike Franzen und für die FDP Cornelia Conrad anwesend. Darüber hinaus kamen Helmut Siegmon (Vorsitzender des Philologenverbanden, Mathias Heidn (Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft), Elke Krüger-Krapoth (Vorsitzende des Landeselternbeirates der Gymnasien) und Torben Stallbaum (Landesschülersprecher der Gymnasien) zur Podiumsdiskussion.

Begonnen wurde mit dem Thema Zentralabitur. Während der Diskussion wurden viele Meinungen deutlich. Torben Stallbaum stellte die Sicht der Landesschülervertretung dar, indem er sich gegen das Zentralabitur aussprach. Heike Franzen hat sich hingegen für das Zentralabitur ausgesprochen, meinte aber, dass es nicht möglich sei, eine Abitur über mehrere Bundesländer hinweg zu schreiben. Frau Sporendonk sprach von anderen Lernmethoden bzw. anderen Prüfungsarten. Eines der wichtigsten Themen der Diskussion blieb aber die Motivation der Schüler, die laut Torben Stallbaum bei einem festen Themenkorridor nicht individuell gefördert werden kann und somit eine speziell auf eine Klasse angepasste Themenauswahl nicht ausreichen getroffen werden kann. Herr Habersaat sah dieses jedoch ein wenig differenzierter und hat sich für die vorgeschriebenen Lerninhalten ausgesprochen, da es seiner Meinung nach relativ egal ist, ob eine Klasse das eine oder andere Buch lesen würde. Im Endeffekt haben die Schüler auf keines der beiden Bücher richtig Lust. Jedoch räumte er ein, dass ein gewisser Spielraum bei den Themen von Bedeutung ist. Dieser sei aber bei dem jetzigen System bereits vorhanden.

Das nächste Thema bezüglich der Lehrerstellung wurde sehr kontrovers diskutiert und bekam eine gewisse Deutlichkeit, nachdem Torben Stallbaum auf der einen Seite die Bildung als wichtigstes und einziges Gut Deutschland deklarierte und Mathias Heidn auf der anderen Seite eine von der GEW erarbeitete Studie über den Lehrermangel vorstellte. Hier hieß es, dass mehr Lehrerstellen abgebaut werden, als es durch den demographische Wandel „theoretisch“ möglich sei. Aber auch das wurde von den beiden Regierungsfraktion zurückgewiesen. Dies wurde mit einer zurückgehende Schülerzahl auf eine Planstelle begründet. Diese sinke nämlich seit 2006 von 19 Schüler pro Planstelle auf 2011 17,2 Schüler pro Planstellen. Dies müsste laut Cornelia Conrad und und Heike Franzen bedeuten, dass Klassen und der Lehrermangel kleiner werden müssten. Dies wurde aber bei allen anwesenden aus der Schullandschaft nicht bestätigt.

Sowohl die Oppositionsparteien, als auch die Vertretungen der Eltern und Schüler betonten die Demographische Rendite. Diese sollen nach Anke Erdmann zwingend in den Schulen bleiben. Darüber hinaus waren sich die Regierungsfraktionen nicht einig, wie viele Schulden das Land Schleswig-Holstein hat. Laut Heike Franzen sind es 26 Mrd. € und laut Cornelia Conrad 25 Mrd. €. Auch an dieser Tatsache kann man sich sein Bild über die derzeitige Regierung bilden.

Podiumsdiskussion am 16.3.2011 in Bad Oldesloe

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