Am 22.11. haben wir (Niklas und ich, Florian) zuerst den Bildungsausschuss des Landtags besucht, danach haben wir uns mit der SSW-Abgeordneten und bildungspolitischen Sprecherin Jette Waldinger-Thiering und dem Mitarbeiter des SSW mit Landtag Björn Bahnsen ausgetauscht.

Doch der Reihe nach: Die Tagesordnung des Bildungsausschusses war lang und es versprach, spannend zu werden. Als erster relevanter TOP stand der Bericht über die Unterrichtssituation 2011/12 auf der Tagesordnung, der im Detail hier nachzulesen ist. Hier kam vor allem zur Sprache, dass die Abgeordneten mit der derzeitigen Form des Berichts nicht zufrieden sind und das Ministerium ihn überarbeiten soll und will. So sollen z. B. genauere und verwertbarere Aussagen zum Stundenausfall erkennbar werden.

Außerdem berichtete Ministerin Wende auf Antrag der PIRATEN-Fraktion über Punkte wie IT in Schulen, Digitalisate von wissenschaftlichen Werken und lizenzkostenfreie Schulbücher. Interessanter war wieder der Punkt „Bundesweit einheitliche Abiturstandards“, über den die Ministerin auf Antrag der FDP-Fraktion berichtete.

Die ebenfalls für uns interessanten Anträge zur Erfassung des Unterrichtsausfalls von CDU- bzw. Regierungs-Fraktionen wollen noch zu einem Antrag zusammengefasst werden und werden daher in der nächsten Sitzung behandelt.

Besonders interessant war auch ein kleines Gespräch, das ich am Rande der Sitzung mit der Abteilungsleiterin Gymnasien, Frau Sieglinde Huszak, zum Thema „Vierte Vorabiklausur“ geführt habe. Entgegen der bisherigen Signale aus dem Ministerium, die Klausur könnte durchaus abgeschafft werden, klang dies im Gespräch mit Frau Huszak ganz anders. Eine schriftliche Anfrage ans Ministerium läuft aber und die Antwort werden wir euch natürlich weiterleiten, zumal wir auch schon wieder Aussagen in eine andere Richtung gehört haben.

Das anschließende Gespräch mit Jette Waldinger-Thiering und Björn Bahnsen vom SSW fand in netter Atmosphäre in einem eher nicht so netten Raum beim SSW im dritten Stock des Landtags statt. Gesprochen haben wir über Themen wir G8/G9/Y-Modell oder auch die Lehrpläne. Bei den Lehrplänen kamen wir überein, dass diese dringend einer Erneuerung bedürfen, zumal es bereits Konzepte für G8-Lehrpläne von den Modellschulen gibt, die bislang noch keine Beachtung fanden.

Beim Thema Bildungsföderalismus und Kooperationsverbot zeigten sich andererseits auch große Unterschiede zwischen LSV- und SSW-Position: Der SSW lehnt eine Aufhebung des Kooperationsverbots ab, da er so die Entscheidungsfreiheit der Länder eingeschränkt sieht, was natürlich für die dänische Minderheit von Nachteil wäre. Wir hingegen sind für eine Aufhebung, weil der Bund dadurch die Länder unterstützen dürfte und eine Angleichung der Bildungssysteme und damit z. B. das Umziehen von einem Bundesland ins nächste deutlich vorangetrieben bzw. erleichtert würde.

Außerdem könnte der SSW sich zum Kompensieren von generellen Unterrichtskürzungen jahrgangsübergreifenden Unterricht vorstellen, sodass alle Unterricht erhalten könnten. Als weiterer Punkt fiel das Stichwort „Längeres gemeinsames Lernen“, das wir beide unterstützen. Auch in der Frage nach Beginn der Notenzeugnisse waren wir uns einig, dass diese später als bisher ausgestellt werden sollen.

Bildungsausschuss und SSW-Gespräch

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