Zur Forderung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Johannes Callsen sagt der Landesschülersprecher der Gymnasien, Lukas Johnsen:

„Wir sind nicht der Meinung, dass der Religionsunterricht an schleswig-holsteinischen Schulen konfessionsgebunden bleiben soll. Die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien Schleswig-Holsteins fordern einen Religionsunterricht, der eine gemeinsame suprakonfessionelle Wertebasis schafft. Dies erreichen wir in Zukunft nicht durch Separation von Religionen sondern durch Integration aller Schülerinnen und Schülern in einen gemeinsamen Unterricht“

Die Aufteilung in katholische und evangelische Religionskurse ist nicht die Lösung des Problems; dies greift zu kurz. Callsen vergisst leider, dass es außer den beiden christlichen auch noch andere Religionen gibt, die in Schleswig-Holstein vertreten sind. Außerdem sollten auch glaubensfreie Menschen die Möglichkeit haben, am Religionsunterricht teilzunehmen, ohne sich einer bestimmten Religion zuordnen zu müssen.

Unserer Ansicht nach bedarf es eines Religionsunterrichts, dessen Ziel es ist, vorurteilsfrei und unabhängig von Religion oder Konfession, über ethische und moralische Fragen und Aspekte auf einer neutralen Basis zu diskutieren.

„Religionsunterricht sollte zudem darauf abzielen, die verschiedenen Religionen und deren Wertevorstellung kennenzulernen und zu respektieren“, so Lara Hammersen, stellvertretende Landesschülersprecherin.

Dafür sollte ein wichtiger Bestandteil des Religionsunterrichts sein, einen interreligiösen Dialog zu fördern, in dem den Schülern vermittelt wird, dass es  in der Schule  keine Rolle spielt, an welche Religion sie glauben oder ob sie gläubig sind.

Ein Religionsunterricht für alle

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