Zum in der sh:z aufgekommenen Thema „Schulschwänzen“ sagt Lukas Johnsen, Landesschülersprecher der Gymnasien:„Schulschwänzen ist ein Großstadtproblem, doch durch Geldbußen oder Jugendarrest wirdman es nicht lösen können.“
Laut sh:z (07.08.12) berichteten 20 Prozent der Schulleiter bei einer Umfrage, dass es an der Schule notorische Schwänzer gibt. Regionalschulen waren mit 33 Prozent häufiger betroffen als Gemeinschaftsschulen mit 26 Prozent und Stadtschulen mehr als die in ländlicheren Gebieten.

Einerseits kann es nicht sein, dass Schülerinnen und Schüler sich vor der Schule drückenund nicht erscheinen, andererseits müssen wir uns fragen, warum?

Die Formulierung von Bildungsministerin Waltraud Wende, Schulschwänzen sei keinKavaliersdelikt, ist durchaus zutreffend. Ebenso richtig ist, dass die direkten Hilfen vonstaatlicher Seite erfolgreicher sein werden als Arrest- oder Geldstrafen.

In den Augen der schleswig-holsteinischen Landesschülervertretung muss es eine andereMöglichkeit geben, dieses Problem anzugehen. Anstatt zu Strafen sollte man Vorbeugen, indem man in die Familien schaut und Probleme gezielt angeht.

Intensive pädagogische Arbeit mit Schülern und Eltern ist vonnöten, um ein Bewusstsein fürdie verschenkten Möglichkeiten auf beiden Seiten zu schaffen, desweiteren müssen dieSchulen, als Teil des Schülerlebens, und ihr Angebot für Schüler an Attraktivität gewinnen,was zum Beispiel durch ein reichhaltigeres Freizeitprogramm auf freiwilliger Basis erreichtwerden kann.

„Es gilt, Schülern Spaß und Perspektiven in einer fortgeführten Schullaufbahn aufzuzeigen,nicht sie dazu zu zwingen“, so John-Lloyd Holler, stellvertretender Landesschülersprecher.

Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) wird also wegen seiner Schulschwänzer-Politik von der Opposition kritisiert – und das zu Recht.“Assistenz für Schulbesuchsüberwachung“ ist beispielsweise ein Projekt, welches nicht hätteabgesetzt werden sollen – es war ein besserer Weg als nun mit Strafen zu drohen.

Helfen statt Strafen

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